NewsSeitenblicke

Gespräch mit einer KI: Das Leben ist fisch

Elektrotechnik Make - banner content
Auto und Motorwelt Kropiunug & Puff - banner content
Malerei Wieser - banner content
Beautyfarm - banner content

Es ist gerade wieder in aller Munde – die künstliche Intelligenz (KI) und ihre Fähigkeiten. Wie ausgereift sie mittlerweile ist, wie viel sie schon zu unserem Leben beiträgt und dass sie uns gefährlich werden könnte.

Derzeit hört man unter anderem vermehrt von ChatGPT und nach kurzer Überlegung kam ich zu dem Schluss, dass ich das unbedingt ausprobieren muss.

Test 1: Ich stelle eine Frage über ein spezifisches Thema und die KI liefert mir die Informationen dazu. Je bekannter, desto besser. Wenn es aber in Gefilde geht, worüber die KI in der Datenbank nichts oder nicht genug abgespeichert hat, kann das zu skurrilen Antworten führen. Meistens entschuldigt sich der Chat-Roboter dann, hin und wieder schreibt er aber auch nur Blödsinn. Meine Fragen wurden beantwortet und sind eigentlich korrekt.

Dass man z.B. die Kreiszahl Pi auch für’s Backen kennen sollte, scheint mir als Hobbybäcker zwar nicht ganz so logisch, aber klar – die KI sagt ja auch, dass dafür schon wenige Nachkommastellen ausreichen. Für die Berechnung der Umlaufbahn von Satelliten sind hingegen „oft viele tausend Nachkommastellen von Pi erforderlich“. Da hab‘ ich Glück gehabt.

Test 2: Jetzt versuchen wir mal, die KI zu verwirren. Ich stelle die Frage: „Wenn das Problem ein Problem ist, was ist dann das Problem mit dem Problem?“ Der Chat-Roboter korrigiert mich, meint, dass das Wort „Problem“ zweimal verwendet wird, was sprachlich redundant ist und nur darauf abzielt, den Hörer oder Leser zu verwirren. Klugscheißer.

Ein erneuter Versuch der Verwirrung gelingt jedoch. Es geht um einen Max, der zwei Onkel und vier Tanten hat, von denen zwei Tanten verheiratet sind. Alle Onkel und Tanten bekommen von mir ein Alter (zwischen 32 und 47) zugewiesen. Danach frage ich, wie alt Max maximal sein dürfte. Nach einem langen Hin und Her einigen sich der Roboter und ich darauf, dass wir uns nicht einig sind.

Laut Chat-Bot ist Max nämlich maximal 160 Jahre alt. Das Alter sämtlicher Verwandter wurde zusammengerechnet, dividiert, wieder weiter berechnet etc. Auf die Frage, wie viele Menschen der KI bekannt sind, die 160 Jahre alt geworden sind, bekomme ich diese Antwort: „Es gibt sehr wenige Menschen, die 160 Jahre alt werden. Tatsächlich gibt es bislang keine bestätigten Fälle von Menschen, die dieses Alter erreicht haben.“

Wie Max dann so alt werden könnte? Gute Ernährung, Sport, wenig schädliche Umwelteinflüsse und gute Gene schaffen das laut KI. Dann hol ich mir mal schnell ein paar Vitaminchen und schwing mich auf mein Rad.

Test 3: Apropos Rad!  Wie kann ich es schaffen, dass mir eine künstliche Intelligenz mit einer riesengroßen Datenbank an Fakten nicht nur eine fehlerhafte Antwort schreibt, sondern diese auch noch witzig ist? Klar, möglichst viel von dem ausschließen, was der Chat-Bot berechnen oder direkt abrufen kann. Was wäre da besser als Lyrik?

„Bitte schreib mir ein Gedicht über das Radfahren.“

„Mit Tritt und Schwung das Rad sich dreht, Die Welt vorüberfliegt, als ob sie steht.“  
– Oh, das klingt gar nicht schlecht.

„Die Sonne lacht, der Wind weht frisch, Das Herz schlägt schnell, das Leben ist fisch.“  
– Wie bitte?

„Vorbei an Feldern, Wiesen, Wäldern, Dem Alltag entfliehen, dem Stress der Mäldern.“
– Mäldern? Ist da jetzt eine Familie namens Mälder gemeint oder bin ich zu blöd?

„Also steig auf dein Rad und lass dich treiben, Spüre die Freiheit, die das Radfahren verleihen.“
– Die Freiheit, die das Radfahren verleihen. Soso.

„Erfahre die Welt auf deine eigene Art, Denn das Radfahren bringt Freude und Leben mit zart.“
– Äh, ja, das lassen wir jetzt mal so stehen.

Was können wir daraus schließen?

Die KI ist ein guter Tipp, um sich Lösungen zu konkreten Fragen zu holen (die man dann aber auf jeden Fall nochmals überprüfen sollte!), sich Denkanstöße geben zu lassen oder auch einfach mal ein paar lustige Minuten damit zu verbringen. Kann sie uns vollends ersetzen oder uns wie im Film Matrix sogar benutzen? Zumindest nach diesem kleinen Testlauf bin ich derzeit recht entspannt und mache mir darüber keine Sorgen.

Oder um es mit den schönen Worten der KI zu sagen: Das Leben ist fisch.

(Das Beitragsbild ist übrigens ebenfalls von einer KI und auch hier gab es Probleme. Dazu vielleicht ein anderes Mal.)

Verfasst von E. Grosser – creativomedia GmbH

Verwandte Artikel

Back to top button