Kelag Netz_Wildseetörl
Kelag Netz_Wildseetörl
Dieses Portal wird gesponsert von:

Die KNG-Kärnten Netz GmbH hat mit den Montagearbeiten an der 110-kV-Leitung begonnen, die von Außerfragant nach Oberdrauburg führt. Diese Leitung ist im Zuge des Sturmtiefs Detlef im November 2019 in der Nähe des Wildseetörls in 2.350 m Seehöhe schwer beschädigt worden. Ein Mast knickte wegen der massiven Eislast und des starken Sturmes um, weitere Masten wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die Leitung ist seit diesem Zeitpunkt außer Betrieb.

Quelle: KELAG Netz

 

Der Ausfall dieser 110-kV-Leitung hat keine Auswirkung auf die Versorgung von Kundenanlagen, weil alle wichtigen Verbrauchszentren von zwei Seiten mit Strom versorgt werden. „Die Verfügbarkeit des 110-kV-Netzes ist durch den Ausfall dieser Leitung aber eingeschränkt“, erläutert Michael Marketz,
Geschäftsführer der KNG-Kärnten Netz GmbH. „Das bedeutet, dass es bei einer weiteren vergleichbaren Störung im 110-kV-Netz in Oberkärnten zu Problemen kommen kann, die sich auf die Versorgung von Kunden auswirken könnten. Wir müssen diese Anlage daher möglichst rasch reparieren, um wieder einen optimalen Zustand im 110-kV-Netz in Kärnten zu erreichen.“

Ende 2019 konnten Techniker der KNG-Kärnten Netz GmbH an der beschädigten Leitung erste Sicherungs- und Reparaturarbeiten durchführen. Nun setzt die KNG-Kärnten Netz GmbH die Montagearbeiten fort und plant, diese Leitung noch im April wieder in Betrieb zu nehmen. Auf einem
Montageplatz in Simmerlach bauen Monteure einen neuen 110-kV-Gittermast zusammen. Danach werden die Mastteile mit einem Hubschrauber zum Maststandort ins Hochgebirge geflogen und dort montiert. Auch die benachbarten Masten der 110-kV-Leitung werden in diesem Zuge repariert, danach können die Seilzugarbeiten für die Leiterseile durchgeführt werden.

Zahlreiche Hubschraubertransporte zum Wildseetörl
Für diese Arbeiten sind bis einschließlich April zahlreiche Transportflüge mit einem Hubschrauber von Simmerlach hinauf zum Wildseetörl notwendig. Michael Marketz: „Diese Transportflüge und Materialtransporte bedeuten für die Anrainer Belästigungen, vor allem Lärm. Dafür bitten wir die Betroffenen um Verständnis und Nachsicht. Die geplanten Reparaturarbeiten haben für die Sicherheit der Stromversorgung in Oberkärnten höchste Priorität und müssen möglichst rasch durchgeführt werden.“