Marion Pihlar konnte in der Massage-Praxis von Armin Jelinek erste Berufserfahrungen schnuppern, © Lebenshilfe Kärnten
Marion Pihlar konnte in der Massage-Praxis von Armin Jelinek erste Berufserfahrungen schnuppern, © Lebenshilfe Kärnten
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Die Massage-Praxis von Armin Jelinek setzte sich vorbildlich mit einem 2-monatigen Praktikumsplatz für Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen ein.

Ein Praktikum in einem Massage-Institut. Was für viele eine Selbstverständlichkeit darstellt oder für manchen Schüler sogar ein lästiges Übel eines Sommerjobs ist, bedeutete für Marion Pihlar Selbstsicherheit und Selbstbestimmung.

Marion Pihlar wird für gewöhnlich in einer Werkstatt und einem Wohnhaus der Lebenshilfe Kärnten am Standort Spittal begleitet, einer Institution, die sich für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit intellektuellen Behinderungen einsetzt. Ihren Vertrauenspersonen äußerte Frau Pihlar den Wunsch, außerhalb der Lebenshilfe berufliche Erfahrungen zu sammeln – am liebsten in einem Gesundheitsberuf.

Armin Jelinek nahm sich die Zeit, Frau Pihlar ohne Vorurteile sein „Handwerk“ in Theorie und Praxis zu vermitteln, © Lebenshilfe Kärnten
Armin Jelinek nahm sich die Zeit, Frau Pihlar ohne Vorurteile sein „Handwerk“ in Theorie und Praxis zu vermitteln, © Lebenshilfe Kärnten

Mitarbeiter, Zivildiener, Familie und Freude setzten alles in Bewegung, diesen Wunsch zu erfüllen. Schließlich fand man im Massageinstitut von Armin Jelinek einen Partner, der sich mit Engagement auf dieses Projekt einließ. Armin Jelinek und sein Team traten ohne Vorurteile gegenüber Frau Pihlar auf und behandelten sie wie jede andere Praktikantin. So musste sie nicht nur – wie es meist gehandhabt wird –  Reinigungstätigkeiten erledigen, sondern erfuhr das „Handwerk“ der Massage samt Theorie und Praxis. „Ich habe viel über den menschlichen Körper gelernt. Mein persönliches Erlebnis war es, mit Frau und Herrn Jelinek über den „Maxi“ zu sprechen. Maxi ist ein Nachbau eines menschlichen Skeletts. Da habe ich genau alle Knochen, Muskel und Gelenke anschauen können“, blickt Frau Pihlar dankend zurück. Als Unterstützung begleiteten Lebenshilfe-Zivildiener Samuel Neuwirther oder Begleiterin Janette Kopperova die Praktikantin. Sie hielten sich im Hintergrund und standen auf Abruf zur Verfügung.

„Es sind Arbeitgeber wie Armin Jelinek, welche die Inklusion voranbringen. Menschen, welche die Stärken im Gegenüber erkennen und eine Chance geben, diese Stärken einzusetzen. Personen mit intellektuellen Behinderungen tragen so viel Potential in sich. Wir müssen grundsätzlich aufhören Menschen auf Schwächen zu reduzieren und anfangen die Talente hervorzuheben, um neue inklusive Wege für die Arbeitswelt zu finden“, erklärt Marion Hofstätter, Leiterin der Personenzentrierung der Lebenshilfe Kärnten.

Zur Lebenshilfe Kärnten

Die Lebenshilfe Kärnten setzt sich für Menschen mit Behinderungen und deren selbstverständlichen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ein. Die gemeinnützige Organisation führt an den Standorten Klagenfurt am Wörthersee, Ledenitzen, Spittal an der Drau und Wolfsberg Werkstätten und Wohnhäuser, in denen Menschen mit Behinderungen arbeiten, begleitet werden und sich individuell weiterentwickeln können. Mobile Assistenzleistungen runden das Angebot ab. Zusätzlich führt die Lebenshilfe Kärnten das Pflegekompetenzzentrum „Lebensalm“ am Radsberg in Ebenthal, in dem Menschen im Alter betreut werden.